Außenbeleuchtung: planen, auswählen, montieren

Licht am Haus ist der erste Schritt zu mehr Sicherheit – und der günstigste. Was Sie über Lumen, Farbtemperatur und Sensoren wissen sollten.

Zuletzt aktualisiert am 11. August 2026

Beleuchtung ist die günstigste Sicherheitsmaßnahme am Haus. Ein dunkler Hauseingang ist eine Einladung; ein Bereich, der bei Annäherung hell wird, ist das Gegenteil.

Lichtmenge richtig wählen

Die entscheidende Größe ist der Lichtstrom in Lumen, nicht die Wattzahl. Als Orientierung:

BereichLichtstrom
Hausnummer, Klingel200-400 lm
Hauseingang1.000-2.000 lm
Einfahrt, Hof2.000-4.000 lm
Weg, Terrasse400-800 lm pro Leuchte

Mehr ist nicht besser: Zu helles Licht blendet, erzeugt harte Schatten und macht die dunklen Bereiche daneben noch schwerer einsehbar. Für Kameras ist das ein echtes Problem, siehe Überwachungskamera mit Licht.

Farbtemperatur

3.000 K (warmweiß) wirkt wohnlich und zieht nachweislich weniger Insekten an als kaltes Licht. Für Wohnhäuser die übliche Wahl.

4.000 K (neutralweiß) leuchtet subjektiv heller aus und liefert für Kameras eine neutralere Farbwiedergabe. Sinnvoll an Einfahrten und Nebeneingängen.

Über 5.000 K wirkt kalt und ungemütlich. Für Wohnbereiche selten passend.

Sensoren

Ein Bewegungsmelder spart Strom und erzeugt genau den Effekt, auf den es ankommt: plötzliche Helligkeit. Wichtig sind drei Einstellungen:

  • Erfassungswinkel – 180 Grad an der Wand, 360 Grad für frei stehende Positionen.
  • Dämmerungsschwelle – sonst schaltet die Leuchte schon nachmittags.
  • Nachlaufzeit – 30 bis 60 Sekunden reichen fast immer.

Wenn Sie das Licht ohnehin erneuern, lohnt der Gedanke an eine Kameraleuchte: Sie kostet mehr als eine reine Sensorleuchte, ersetzt aber zwei Geräte.

Schutzart und Montage

Für Wandleuchten unter Vordach genügt IP44, an frei bewitterten Flächen sollten es IP54 oder IP65 sein. Bodeneinbauleuchten brauchen IP67. Die Systematik dahinter steht unter IP-Schutzklassen.

Wer nur die Leuchtmittel tauschen und nicht die ganze Leuchte ersetzen will, findet unter Leuchtmittel mit Bewegungsmelder die passende Lösung.

Häufige Fragen

Wie viel Lumen braucht eine Außenleuchte am Hauseingang?

1.000 bis 2.000 Lumen decken einen typischen Eingangsbereich ab. Deutlich mehr blendet und erzeugt harte Schatten.

Warmweiß oder kaltweiß für draußen?

3.000 Kelvin wirkt wohnlich und ist insektenfreundlicher, 4.000 Kelvin leuchtet subjektiv heller aus. Über 5.000 Kelvin wirkt das Licht kalt und blendet stärker.

Welche Schutzart brauchen Außenleuchten?

IP44 reicht unter einem Vordach, an frei bewitterten Wänden sollte es IP54 oder IP65 sein. Für bodennahe Einbauleuchten IP67.

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