Steinel – Sensorik als Kerngeschäft
Steinel ist im deutschen Markt vor allem für Bewegungsmelder und Sensorleuchten bekannt. Das Unternehmen baut diese Technik seit Jahrzehnten, und genau das ist der Grund, warum die Kameraleuchten des Herstellers bei der Auslösung zuverlässiger arbeiten als viele Geräte, die von der Kameraseite kommen.
Wofür Steinel steht
Sensorik. Die Bewegungsmelder erfassen breit und lösen zuverlässig aus, ohne bei jedem Lichtwechsel anzuspringen. Das ist die Eigenschaft, die im Alltag am meisten zählt.
Verarbeitung. Die Gehäuse sind auf Langlebigkeit im Außenbereich ausgelegt. Das schlägt sich im Preis nieder, zahlt sich aber über die Standzeit aus.
Licht. Als Leuchtenhersteller liefert Steinel ordentliche Lichtwerte und saubere Ausleuchtung – wichtig für Farbaufnahmen bei Nacht.
Wo die Grenzen liegen
Die App-Funktionen sind funktional, aber knapper als bei Smart-Home-Marken. Objekterkennung mit Unterscheidung von Person, Tier und Fahrzeug sollten Sie beim konkreten Modell prüfen statt voraussetzen.
Wichtige Modelle
Die L 620 CAM ist die bekannteste Kameraleuchte des Herstellers. Daneben führt Steinel ein breites Sortiment reiner Sensorleuchten ohne Kamera – siehe Außenbeleuchtung.
Das Sortiment im Überblick
Steinel gliedert sein Außensortiment grob in drei Linien. Die L-Serie umfasst klassische Wandleuchten mit Sensor, von der kompakten L 12 bis zu größeren Modellen mit gerichtetem Lichtaustritt. Die XLED-Serie sind Strahler mit höherer Lichtleistung, gedacht für Einfahrten, Höfe und Hausrückseiten. Die CAM-Modelle ergänzen diese Bauformen um eine Kamera.
Für Kameraleuchten heißt das praktisch: Sie wählen zuerst die Lichtform, die zur Fassade und zum Bereich passt, und danach, ob eine Kamera dabei sein soll.
Worauf Sie bei Steinel-Modellen achten sollten
- Erfassungswinkel. Die Angaben reichen je nach Modell von 140 bis 360 Grad. Für eine Wandmontage sind 160 bis 180 Grad der Regelfall; 360 Grad brauchen Sie nur bei frei stehender Montage, etwa unter einem Carport-Dach.
- Reichweite des Sensors. Steinel gibt sie in Metern an. Beachten Sie, dass sie für Querbewegung gilt – wer frontal auf die Leuchte zuläuft, wird später erkannt.
- Nachlaufzeit und Dämmerungsschwelle. Beide sind bei den meisten Modellen am Gerät einstellbar. Nehmen Sie sich dafür Zeit, sonst brennt das Licht schon am späten Nachmittag.
- Lichtstrom. Für einen Hauseingang sind 1.200 bis 2.000 Lumen sinnvoll, siehe Außenbeleuchtung.
Einordnung gegenüber der Konkurrenz
Gegenüber Netatmo liegt Steinel bei der Auslösezuverlässigkeit vorn, bei der Software dahinter. Gegenüber Lutec ist die Sensorik ebenfalls im Vorteil, der Preis dafür höher. Wenn Sie ein bestehendes Smart Home betreiben, prüfen Sie vor dem Kauf die Anbindung, siehe Smart-Home-Integration.
Ersatzteile und Lebensdauer
Ein Punkt, der bei Sensorleuchten selten diskutiert wird: LEDs sind in vielen Außenleuchten fest verbaut und nicht tauschbar. Fällt die LED aus, ist die Leuchte hinüber. Steinel gibt für seine Module Lebensdauern im Bereich von 50.000 Betriebsstunden an – bei ein bis zwei Stunden Brenndauer pro Nacht rechnerisch mehrere Jahrzehnte. Das relativiert den höheren Anschaffungspreis deutlich.
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