Netatmo Welcome – Innenkamera mit Gesichtserkennung

Meldet Unbekannte und schweigt bei bekannten Gesichtern. Die wirksamste Antwort auf zu viele Benachrichtigungen.

Zuletzt aktualisiert am 11. August 2026 · Überwachungskamera innen

Die Welcome ist unter den Innenkameras ein Sonderfall: Sie erkennt Gesichter und ordnet sie bekannten Personen zu. Statt „Bewegung im Wohnzimmer” meldet sie „unbekannte Person” – und genau das macht den Unterschied im Alltag.

Wie die Gesichtserkennung arbeitet

Die Kamera legt eine Liste bekannter Gesichter an, die Sie über die App bestätigen. Erkennt sie eine dieser Personen, unterbleibt die Meldung auf Wunsch. Taucht ein unbekanntes Gesicht auf, gibt es eine Push-Nachricht.

Die Verarbeitung findet auf dem Gerät statt. Das ist datenschutzrechtlich der entscheidende Punkt: Gesichtsdaten wandern nicht zwangsläufig in eine Cloud.

Speicherung

Aufnahmen landen auf einer microSD-Karte im Gerät, optional zusätzlich auf einem eigenen FTP-Server oder in einem Cloud-Speicher. Ein Abonnement ist nicht erforderlich; siehe Kameras ohne Abo.

Rechtlicher Hinweis

Gesichtserkennung verarbeitet biometrische Daten. Solange die Kamera ausschließlich Ihren eigenen Haushalt erfasst und alle regelmäßig anwesenden Personen einverstanden sind, ist das im privaten Rahmen zulässig. Sobald Dritte regelmäßig erfasst werden – Reinigungskraft, Pflegedienst, Untermieter –, brauchen Sie deren Einwilligung. Mehr dazu unter Ist eine Überwachungskamera erlaubt.

Für wen sie passt

Für Haushalte, in denen mehrere Personen ein und aus gehen und eine normale Bewegungskamera zu viele Meldungen erzeugen würde. Der passende Außengegenpart ist die Netatmo Presence.

Einrichtung und Alltag

Nach dem Aufstellen lernt die Kamera Gesichter an. Sie bestätigen in der App, wer wer ist, und legen fest, für welche Personen keine Meldung ausgelöst werden soll. Nach ein bis zwei Wochen ist die Liste vollständig, und der Meldungsstrom reduziert sich auf das, was Sie tatsächlich wissen wollen.

Praktisch ist die Kombination mit Zeitplänen: tagsüber, wenn ohnehin jemand da ist, gar keine Meldungen; abends nur bei Unbekannten; nachts jede Bewegung.

Aufstellort

Der beste Platz ist der Raum, den jeder durchqueren muss – meist Flur oder Treppenaufgang. Für Gesichtserkennung sollte die Kamera auf Kopfhöhe blicken, nicht steil von oben; zu hoch montiert sieht sie Scheitel statt Gesichter.

Achten Sie außerdem auf Gegenlicht: Eine Kamera, die frontal auf ein Fenster schaut, liefert tagsüber Silhouetten.

Grenzen

Die Welcome ist nicht schwenkbar und deckt daher einen festen Bildwinkel ab. In großen, offenen Wohnräumen mit mehreren Zugängen brauchen Sie entweder zwei Geräte oder eine schwenkbare Kamera wie die eufy Indoor Cam 2K.

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